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Der Andruck hat mit Vorfreude begonnen.
Gleich zwei limitierte Kalendereditionen mit exklusiv von mir kreierten Unikaten erscheinen demnächst im Galerieverlag Mitteldeutschland. Mit liebevoll einheimischem Blick widmen sich sowohl ein grossformatiger Wandkalender als auch ein edler Postakartenkalender meiner Heimatstadt Leipzig. Die Originale zum Kalender werden im Januar 2027 im Museum Petersberg live zu besichtigen sein.
KLISCHEES AUF DEM PRÜFSTAND
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum man in Museen fast nie Aquarelle findet? Kaum zu glauben, aber diese bedauerliche Praxis beruht bis heute auf Irrtümern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, als man noch mit unzulänglichen Materialien experimentierte. Um es vorweg zu nehmen: moderne Aquarellgemälde erreichen - mit den richtigen Materialien - nachweislich eine Lebensdauer von mehreren Jahrhunderten (!) und können damit sogar Ölgemälde überdauern! Materialanalysen konnten belegen: Dürers Feldhase von 1502 oder Turners Landschaftsaquarelle aus dem frühen 19. Jh. sind bis heute in originaler Farbintensität erhalten. Aquarelle sind zu empfindlich und verblassen schnell? Eine lang wiederlegte Fehlannahme, die kaum zur Kenntnis genommen wird und die Kunstrichtung des Aquarells fast vollständig aus dem Museumsbetrieb verdrängt. Instabile organische Farbstoffe (z.B. Karminrot) oder säurehaltiges Papier werden dabei gerne als Begründung herangezogen. Wie argumentiert man Materialbedenken gegenüber der Aquarellmalerei?
• Minderwertige Materialien beeinträchtigen die Lebensdauer. --> Dies trifft auf jedes Genre zu, weshalb professionelle Künstler - auch im Aquarell - mit professionellen Materialien arbeiten.
• Pigmente eines Aquarells sitzen auf Papieroberfläche ohne Firnisschutz --> Dies ist nicht ganz zutreffend, da die Pigmente sowohl in das Bindemittel (gummi arabicum), als auch die Papierfasern selbst eingebettet sind. Ausserdem werden Aquarelle - wie Ölgemälde - hinter entspiegeltem UV-Glas ausgestellt und von UV-freien, Infrarot-freien und strikt Lux-begrenzten Strahlern beleuchtet.
Man kann sich wundern, aber dies sind tatsächlich die einzigen Bedenken. Professionelle Künstler, in deren Interesse es ist, Werke von Dauer zu schaffen, greifen in jeder Kunstrichtung zu hochwertigen, alterungsbeständigen Materialien. Auch in der Aquarellmalerei, die zudem den Vorteil hat, überhaupt nur drei davon zu benutzen.
1. Holzfreies, säurefreies, alkalisch gepuffertes (meist mit Calciumcarbonat) Hadernpapier aus 100% Baumwollfasern, ohne Lignin, welches nicht vergilbt, nicht brüchig wird und seine naturweisse Farbe (gemäß ISO-NORM 9706) über Jahrhunderte beibehält.
2. Hochlichtechte mineralische und anorganische Pigmente, wie z.B. Kobaltblau, Cadmiumrot oder synthetische Eisenoxide, die durch UV-Strahlung chemisch nicht verändert werden. Lichtechtheit wird nach internationalen Standards, wie der ASTM D5067 und der 8-stufigen Wollskala geprüft, nach denen alle führenden Hersteller arbeiten. Die höchsten Stufen der Lichtechtheit entsprechen, unter normalen Galeriebedingungen, einer unveränderten Farberhaltung von weit über 100 bis 200 Jahren!
3. Das Bindemittel: Gummi Arabicum ist ein gehärteter Pflanzensaft von Akazienbäumen, der nach dem Trocknen einen hauchdünnen, wasserlöslichen, aber sehr stabilen und chemisch extrem trägen Film um die Pigmentteilchen bildet. Anders als Harze, Öle und andere Bestandteile der Ölmalerei kommt es hier zu keinem Vergilben, Verharzen, Oxidieren oder Verspröden (Krakelee-Bildung). Gummi Arabicum bleibt farbneutral und verändert den chemischen Eindruck des Pigments nicht.
In den letzten Jahren kam es, durch professionellen Aufschwung, sowie internationaler Vernetzung der Aquarellmalerei, zu mehr Bewußtsein und Sachverstand, die nun auch an entsprechenden Stellen Einzug halten sollten.
Links zu wissenschaftlichen Quellen und Studien:
Leipzig vs Venedig - neue Doppelausstellung bis 25.4.26 - Lehmhaus Galerie Zwenkau
Zwei malerische Städte - zwei malerische Handschriften und großes Publkumsinteresse zur Eröffnung. Zwischen knapp 80 wundervollen Gemälden von André Khamasmie und dem Leipziger Maler Klaus König gibt es die faszinierende Möglichkeit mit den Sinnen zu schweifen. Wasserwege, Brücken, Passagen, Handelshöfe, Palazzi, pompöse Plätze und prunkvolle Architektur in Groß- und Klein Venedig. Faszinierende Unikate für die Liebhaber schöner Künste.
Donnerstag bis Samstag, jeweils 14 bis 18 Uhr
oder nach telefonischer Absprache unter:
034203 - 32588.
faszinierte Presse-und Publikumsechos
Lange stehen die Menschen vor den Bildern, lassen sich treiben, diskutieren, machen Fotos, stellen Fragen oder betrachten still.
Wofür Kunst und Malerei? Gibt es einen Sinnzwang? Gelungene Bilder sind für mich frei, erinnern den Betrachter, lassen ihn das Bild betreten, bleiben offen für alle Betrachtungen. Wenn sie dabei nicht erbauen, haben sie für meine Begriffe ihr Ziel verfehlt.
In der Mitteldeutschen Zeitung vom 22.1.26 schrieb Luisa König "Einen besonderen Akzent setzt der Leipziger Künstler André Khamasmie, der erstmals im Neubau des Museums ausstellt. Seine Aquarelle zeichnen sich durch freie, impressionistische Handschrift aus." Die Museumsleiterin Marie Reppe sagt im selben Artikel "Die Suche in seinen Bildern gilt atmosphärischen Lichtstimmungen, in deren Tiefenwirkung der Zuschauer einsteigen kann."
Die Werke hängen noch bis 22.02.2026 im Museum Petersberg; Alte Hallesche Straße 28; 06193 Petersberg